Die freigesprochenen Gesellinnen (Maßschneiderinnen und Änderungsschneiderinnen) mit den Vertreterinnen und Vertretern der Innung und der Handwerkskammer.
Freisprechungsfeier der Maßschneiderinnen in Würzburg: Handwerk mit Zukunft
Seit vielen Jahren bildet die Freisprechungsfeier der Maßschneiderinnen und Maßschneider Ende Juli in Würzburg einen festen Termin im Kalender des regionalen Handwerks. Auch in diesem Jahr wurde dieser besondere Anlass in feierlichem Rahmen begangen.
Fünf junge Maßschneiderinnen konnten sich über ein hervorragendes Gesellenprüfungszeugnis freuen. Darüber hinaus legten zwei Änderungsschneiderinnen erfolgreich ihre Abschlussprüfung ab. Die Absolventinnen stammen aus Unter-, Mittel- und Oberfranken und haben in den vergangenen drei Jahren ihr Handwerk von Grund auf erlernt.
Die Ausbildung erfolgte in unterschiedlichen Betrieben: Neben privat geführten Modeateliers zählen auch Theater sowie die Bundespolizei zu den Ausbildungsstätten. Diese Vielfalt spiegelt die breite Einsatzmöglichkeit und Bedeutung des Maßschneiderhandwerks wider. Obermeisterin Friedrun Schlagbauer sowie der Direktor des Berufsbildungszentrums Alfons Goppel, Roland Endres, betonten die Stärke des dualen Ausbildungssystems, das Theorie und Praxis optimal miteinander verbindet und so maßgeblich zum Ausbildungserfolg beiträgt.
Auch der stellvertretende Präsident der Handwerkskammer, Josef Hofmann, gratulierte den erfolgreichen Junghandwerkerinnen herzlich zu ihren Leistungen. Kreishandwerksmeister Martin Strobl hob hervor, dass er die Freisprechungsfeier der Maßschneiderinnen stets besonders schätze. Ein Höhepunkt sei jedes Jahr die kleine Modenschau, bei der die frischgebackenen Gesellinnen ihre Prüfungsstücke präsentieren – ein eindrucksvoller Beweis für ihr Können und ihre Kreativität.
Musikalisch umrahmt wurde die Veranstaltung von der Gitarristin und Sängerin Barbara Puppa Hennerfeind, die der Feier eine besondere, festliche Atmosphäre verlieh.
Die Freisprechungsfeier zeigt einmal mehr: Das Maßschneiderhandwerk lebt – und mit engagierten Nachwuchskräften blickt es in eine vielversprechende Zukunft.
Nicole Brandler